Unser Kampf gegen Masern:
Öffentlicher Gesundheitsdienst in Berlin aktiv gegen Epidemie (26.04.2013)
Seit Februar 2013 werden zunehmend Masernerkrankungen in Berlin registriert. Im Vorjahr gab es im Vergleichszeitraum Januar bis April nur 6 Erkrankungsfälle, in diesem Jahr hingegen schon 60. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern kann auch Erwachsene treffen und mit gefährlichen Komplikationen einher gehen. Die Übertragung erfolgt durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Entzündungen des Mittelohrs, der Lunge oder auch des Gehirns sind einige der möglichen Folgekrankheiten. Um lebenslang gegen eine Erkrankung an Masern geschützt zu sein, wird eine zweimalige Impfung bereits im Kleinkindalter ab 11 Monaten dringend empfohlen, die der niedergelassene Arzt allen gesetzlich krankenversicherten Kindern anbietet.
Johann-Peter-Frank-Medaille an Dr. med. Claudia Kuhnhen verliehen (25.04.2013)
Mit der Johann-Peter-Frank-Medaille des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BVÖGD) wurde beim Bundeskongress in Berlin ausgezeichnet Frau Dr. med. Claudia Kuhnhen. Sie hat sich um den Öffentlichen Gesundheitsdienst und um das öffentliche Gesundheitswesen in Deutschland besonders verdient gemacht. Der Laudator Dr. Klaus Walter (Aalen) umschrieb das außergewöhnliche Engagement von Dr. Claudia Kuhnhen in Beruf, Ehrenamt und sozialem Engagement mit den Begriffen: innovativ, engagiert und nachhaltig.
63. Wissenschaftlicher Kongress: „Der Öffentliche Gesundheitsdienst – Stark für die Schwachen" (25.04.2013)
Begrüßungsrede der Bundesvorsitzenden des BVÖGD, Dr. Ute Teichert-Barthel beim 63. Wissenschaftlichen Kongress von BVÖGD und BZÖG im Wortlaut.
In den bundesweit 378 Gesundheitsämtern ist mehr als jede siebte Facharztstelle länger als 6 Monate unbesetzt. Dies lässt sich aus einer Umfrage ableiten, die der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) in Zusammenarbeit mit dem Marburger Bund in den deutschen Gesundheitsämtern durchgeführt hat. Ärztinnen und Ärzte aus 186 Gesundheitsämtern (49,2%) beteiligten sich an der Umfrage im vergangenen Jahr. Bei diesen Ämtern, bei denen insgesamt 1389 Ärzte mit Facharztqualifikation tätig waren, blieben 222 Stellen über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr hinweg vakant.
Der 63. wissenschaftliche Kongress des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes findet unter dem Motto "Der ÖGD - Stark für die Schwachen" vom 25. bis 27. April 2013 in Berlin statt. Bereits am 24. April 2013 tagt eine Vorkonferenz, die die Rolle der Gesundheitsämter in der NS-Zeit in den Fokus nimmt. Bei der Veranstaltung werden konkrete Beispiele aus der Nazizeit durch Historiker und Mediziner vorgestellt, etwa zu den Themen: "Das Münchner Gesundheitsamt als Zentrale kommunaler Gesundheitspolitik in der NS-Zeit" oder "Die Beteiligung von Ärzten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes an der Verfolgung ihrer jüdischen Kollegen". "Wir versprechen uns von dieser Vorkonferenz einen intensiven Einstieg in die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes", so die Vorsitzende des Bundesverbandes, Dr. Ute Teichert-Barthel.